KKalendarien

Kampagnen

Black Friday Kampagnen planen: Der 90-Tage-Plan

Black Friday 2027 fällt auf den 26. November – wer 90 Tage vorher startet, vermeidet Last-Minute-Stress. Der Plan mit klaren Meilensteinen.

Von Kalendarien Redaktion · 11. Juni 2026 · 9 Min. Lesezeit · aktualisiert 5. September 2026

Black Friday 2027 fällt auf Freitag, den 26. November, Cyber Monday folgt am 29. November. Zwischen beiden Terminen und dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts liegen nur wenige Wochen – wer erst im November mit der Planung beginnt, verschenkt Potenzial. Ein strukturierter 90-Tage-Plan, beginnend Ende August, schafft den nötigen Vorlauf.

Warum 90 Tage der richtige Rahmen sind

Black Friday ist längst kein reiner Ein-Tages-Event mehr. Viele Händler starten „Black Week"-Kampagnen bereits eine Woche vorher, manche sogar mit einem „Frühbucher-Countdown" ab Anfang November. Diese verlängerte Kampagnenphase erfordert entsprechend mehr Vorbereitung: Sortiment, Rabattlogik, Lagerbestände, Content und technische Infrastruktur müssen abgestimmt sein, bevor der Traffic ansteigt.

Phase 1: Tag 90 bis 60 (Ende August bis Ende September) – Strategie und Sortiment

  • Ziele definieren: Umsatzziel, Zielgruppen, Hauptkategorien für Rabatte festlegen.
  • Sortiment auswählen: Welche Produkte werden rabattiert, welche bewusst nicht? Ein zu breiter Rabatt auf das gesamte Sortiment schmälert die Marge unnötig.
  • Lagerbestände prüfen: Insbesondere bei physischen Produkten frühzeitig mit Lieferanten klären, ob Nachbestellungen bis November realistisch sind.
  • Wettbewerbsanalyse: Prüfen, welche Rabattstrategien Wettbewerber im Vorjahr gefahren haben.

Phase 2: Tag 60 bis 30 (Ende September bis Ende Oktober) – Content und Technik

  • Landingpages erstellen: Eine zentrale Black-Friday-Landingpage mit Countdown erhöht die Conversion gegenüber verstreuten Einzelangeboten.
  • Content-Produktion: Fotos, Videos und Texte für Social Media, Newsletter und Ads produzieren.
  • E-Mail-Sequenzen aufsetzen: „Vorfreude"-Mails, Ankündigungsmails und die eigentliche Verkaufsmail zeitlich staffeln.
  • Technische Belastungstests: Website-Performance unter hoher Last prüfen, insbesondere bei Checkout und Zahlungsabwicklung.
  • Werbekonten vorbereiten: Kampagnenstrukturen in Ads-Plattformen anlegen, damit am Stichtag nur noch aktiviert werden muss.

Phase 3: Tag 30 bis 7 (Anfang bis Mitte November) – Vorfreude aufbauen

  • Teaser-Kampagne starten: Ohne konkrete Preise bereits ankündigen, dass Black-Friday-Angebote kommen.
  • Newsletter-Liste aktivieren: Anmeldungen für „exklusiven Vorab-Zugang" sammeln – erhöht die Öffnungsraten am eigentlichen Tag.
  • Social-Media-Countdown starten: Ab 14 Tage vorher mit täglichen oder wöchentlichen Beiträgen Spannung aufbauen.
  • Team briefen: Kundenservice, Logistik und Vertrieb über Ablauf, Sonderregelungen und mögliche Engpässe informieren.

Phase 4: Tag 7 bis 0 (letzte Woche vor dem 26. November) – Finalisierung

  • Finale technische Checks: Alle Links, Rabattcodes und Landingpages nochmals testen.
  • Frühzugang für Bestandskunden: Ein 24- bis 48-stündiger Vorab-Zugang für Newsletter-Abonnenten erhöht Loyalität und verteilt den Traffic.
  • Monitoring einrichten: Dashboards für Traffic, Conversion und Lagerbestand in Echtzeit im Blick behalten.

Black Friday selbst: 26. November 2027

  • Frühzeitiger Kampagnenstart: Viele Käufe erfolgen bereits in den frühen Morgenstunden – Kampagnen sollten ab Mitternacht aktiv sein.
  • Laufende Kommunikation: Bestseller-Updates, „Nur noch wenige Stück verfügbar"-Hinweise und Social-Media-Updates während des Tages.
  • Support-Kapazität sicherstellen: Reaktionszeiten im Kundenservice an das erhöhte Aufkommen anpassen.

Cyber Monday: 29. November 2027

Cyber Monday eignet sich besonders für Kategorien, die am Black Friday nicht im Fokus standen, etwa Elektronik oder Software. Eine eigenständige, aber thematisch anschließende Kampagne verhindert Rabattmüdigkeit bei der Zielgruppe.

Nachbereitung: Tag 1 bis 14 nach Black Friday

  • Retargeting-Kampagnen: Nutzer, die im Checkout abgebrochen haben, gezielt erneut ansprechen.
  • Auswertung: Umsatz, Conversion-Rate und Kanalperformance mit Vorjahreswerten vergleichen.
  • Übergang zu Weihnachten: Rabattlogik zurückfahren und auf emotionalere Weihnachtskommunikation umstellen.

Preisstrategie: Tiefe versus Breite der Rabatte

Eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen betrifft die Rabattstruktur. Zwei grundsätzliche Ansätze stehen zur Wahl: wenige, dafür besonders hohe Rabatte auf ausgewählte Produkte, oder ein moderater Rabatt auf ein breites Sortiment. Die erste Variante erzeugt starke Aufmerksamkeit für einzelne Produkte, birgt aber das Risiko schneller Ausverkäufe und enttäuschter Kunden. Die zweite Variante verteilt die Nachfrage gleichmäßiger, wirkt aber möglicherweise weniger aufsehenerregend. Viele erfolgreiche Händler kombinieren beide Ansätze: einzelne stark reduzierte „Hero-Produkte" als Aufmerksamkeitstreiber, kombiniert mit moderaten Rabatten auf das übrige Sortiment.

Personalabteilung und Kundenservice frühzeitig einbeziehen

Black Friday betrifft nicht nur das Marketing-Team. Kundenservice-Mitarbeitende sollten frühzeitig über geplante Aktionen informiert werden, um auf typische Rückfragen vorbereitet zu sein. Bei stark erhöhtem Bestellvolumen lohnt sich zudem die Prüfung, ob temporäre Verstärkung im Kundenservice oder in der Logistik notwendig ist – Engpässe in diesen Bereichen können den positiven Effekt einer erfolgreichen Kampagne schnell zunichtemachen.

Mobile Optimierung nicht vernachlässigen

Ein erheblicher Teil des Black-Friday-Traffics erfolgt über mobile Endgeräte. Landingpages, Checkout-Prozess und E-Mails sollten daher konsequent auf mobile Darstellung getestet werden, bevor die Kampagne live geht. Eine langsame oder fehlerhafte mobile Darstellung kann gerade an einem Tag mit besonders hohem Wettbewerbsdruck zu erheblichen Umsatzverlusten führen.

Umgang mit Rabattmüdigkeit

Wiederkehrende Kunden, die jedes Jahr dieselben aggressiven Rabattmuster erleben, entwickeln zunehmend eine gewisse Rabattmüdigkeit und warten gezielt auf Aktionstage, statt regulär zu Normalpreisen zu kaufen. Eine Möglichkeit, diesem Effekt entgegenzuwirken, ist die Kombination von Rabatten mit zusätzlichem Mehrwert, etwa exklusiven Produkten, verlängerten Garantien oder besonderem Service, statt ausschließlich über den Preis zu konkurrieren.

Checkliste für den letzten Tag vor Kampagnenstart

  • Alle Rabattcodes und automatischen Preisreduzierungen final testen
  • Server- und Hosting-Kapazitäten für erhöhten Traffic bestätigen
  • E-Mail-Versandsystem auf Zustellbarkeit bei hohem Volumen prüfen
  • Team-Erreichbarkeit für den Kampagnenzeitraum sicherstellen
  • Analytics- und Tracking-Setup ein letztes Mal verifizieren

Zusammenarbeit mit Affiliate- und Influencer-Partnern

Viele Online-Händler erzielen einen relevanten Anteil ihres Black-Friday-Umsatzes über Affiliate-Partner oder kooperierende Influencer. Diese Partnerschaften sollten ebenfalls in den 90-Tage-Plan integriert werden, da Partner in der Regel selbst Vorlaufzeit für die Planung ihrer eigenen Inhalte benötigen. Eine frühzeitige Ansprache, idealerweise bereits in Phase eins, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer prominenten Platzierung in den Kanälen der Partner.

Nach der Kampagne: Kundenbindung statt reinem Abverkauf

Käufer, die im Rahmen einer Black-Friday-Aktion zum ersten Mal bestellen, sind nicht automatisch treue Kunden. Eine gezielte Nachfass-Kommunikation in den Wochen nach der Kampagne, etwa mit Produktinformationen oder einer Einladung zum Newsletter, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Kundenbeziehung deutlich gegenüber einem einmaligen Rabattkauf ohne weitere Ansprache.

Fazit

Ein strukturierter 90-Tage-Plan verwandelt Black Friday von einem hektischen Einzeltermin in eine planbare Kampagnenphase. Wer die vier Phasen konsequent durchläuft, reduziert operative Risiken und kann sich am Stichtag auf die Feinsteuerung statt auf Grundlagenarbeit konzentrieren. Die konkreten Termine für 2027 lassen sich direkt in den persönlichen Kalender übernehmen, samt Erinnerung an den jeweiligen Planungsmeilenstein.

Erstelle deinen persönlichen Marketingkalender.

Wähle Branche, Region und Kanäle – Kalendarien zeigt dir automatisch die relevanten Termine der nächsten 90 Tage und erstellt auf Wunsch passende Kampagnenideen.

Kalender erstellen

Häufige Fragen

Wann genau ist Black Friday 2027?

Black Friday 2027 ist am Freitag, den 26. November 2027, dem Tag nach Thanksgiving in den USA.

Wann sollte man mit der Black-Friday-Planung beginnen?

Ein Vorlauf von 90 Tagen, also etwa Ende August, gibt genug Zeit für Angebotsplanung, Content-Produktion und technische Vorbereitung.

Wie unterscheiden sich Black Friday und Cyber Monday?

Black Friday ist traditionell stärker auf den stationären Handel und breite Rabattaktionen ausgerichtet, Cyber Monday am 29. November 2027 fokussiert sich stärker auf Online-Angebote, besonders Elektronik.

Weiterlesen

Themen: Black Friday · Cyber Monday · Kampagnenplanung · E-Commerce · 90-Tage-Plan